Museum

Kunst-Schatzkästchen am Bodensee

Gegenüber der spätbarocken Pfarrkirche St. Martin und dem angebauten Hospital zum Hl. Geist befindet sich im ehemaligen Pfarrhof das Museum Langenargen – heute ein international bekanntes Kleinod am Bodensee. Die Exponate zeigen Kunstwerke und Zeugnisse aus der über 1200-jährigen Geschichte Langenargens und der damit eng verknüpften Geschichte der Grafschaft Montfort. Man stellt Künstler vor, die hier geboren oder mit dem Ort eng verbunden waren oder noch sind. Gemälde, Plastiken und Münzen von der Romanik bis zur Gegenwart machen das Museum zu einem wahren Schatzkästchen voller Kunstwerke aus dem Bodenseeraum. Im zweiten Obergeschoss, der "Bel Etage", werden zudem jährlich wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.
 

Das Museum Langenargen beherbergt die zweitgrößte öffentliche Sammlung des Malers Hans Purrmann (Schüler und Freund von Henri Matisse), diese wird nur noch von der Ausstellung in Purrmanns Heimatstadt Speyer übertroffen. Außerdem sehen Sie im Museum Werke von Franz Anton Maulbertsch (1724 Langenargen – 1796 Wien), Andreas Brugger (1737 Gattnau – 1812 Langenargen) und anderen bekannten Künstlern aus der Region.

Sommerausstellung 2017: Diether F. Domes - Realisierte Utopien - Das Werk von 1960 bis 2016 

Geöffnet ist das Museum vom 02. April bis 15. Oktober jeweils Dienstag bis Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4,00 €, für Rentner, Behinderte, Auszubildende, Studenten 3,00 €. Freier Eintritt für Übernachtungsgäste des Schwäbischen Bodensees gegen Vorlage der Gästekarte. Führungen gibt es immer mittwochs um 15.00 Uhr, zusätzlich sind Gruppenführungen nach Vereinbarung möglich.

Weitere Informationen zum Museum finden Sie unter www.museum-langenargen.de.

Zur Geschichte des Museums

In den 1970er Jahren sollte der verwahrloste, 1735-1740 erbaute, ehemalige Pfarrhof einem modernen Wohnhaus weichen. Doch die Baugesellschaft hatte nicht mit dem Widerstand der Bürger gerechnet. Aufgrund eines Bürgerbegehrens wurde das spätbarocke Gebäude 1973 unter Denkmalschutz gestellt und der Plan, das Haus abzureißen, konnte somit vereitelt werden.

Als Herr Professor Eduard Hindelang 1970 das Ausstellungsprogramm für die 1200-Jahrfeier von Langenargen organisierte, kam ihm der Gedanke an ein bleibendes Museum – ein Gedanke, der ihn seitdem nicht mehr losließ. Nun war der richtige Augenblick gekommen. Er begeisterte seine Mitbürger, gründete 1975 einen Museumsverein und wurde zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Die Gemeinde kaufte das im Verfall begriffene Haus. Von Anfang an stand die gesamte Museumsarbeit auf ehrenamtlicher Basis, viele freiwillige Arbeitsstunden wurden bei der gründlichen Innenrenovierung des Pfarrhofes geleistet. Am 30. Mai 1976 konnte das Museum endlich eröffnet werden.

Heute ist das Museum mit seiner einzigartigen Struktur weit über die Bodenseeregion hinaus bekannt. Neue Schätze – von Herrn Professor Hindelang mit sicherem Instinkt aufgespürt und erworben – konnten den Eigenbesitz des Museums vergrößern. Von anfangs 38 Mitgliedern ist der Museumsverein auf knapp 2000 angewachsen. Bis heute wird das Museum durch Privatinitiative erhalten, das heißt, alle Aufgaben, von der Verwaltung über die Finanzen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit, werden ehrenamtlich getätigt.

Beitrittserklärung Museumsfamilie (PDF) (66 KB)

 

Kontakt

Museum
Marktplatz 20
Fon +49 (0)7543/3410
info@museum-langenargen.de
www.museum-langenargen.de

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